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23.03.2010 Deutsches Rotes Kreuz in Paderborn testet den neuen Behörden-Digitalfunk

Das Deutsche Rote Kreuz Paderborn testet im Rahmen der medizinischen Absicherung des 64. Paderborner Osterlaufes erstmals den neuen Behörden-Digitalfunk "TETRA" in Paderborn.

 

Über digitale Handfunkgeräte stehen die Fußstreifen und Einsatzfahrzeuge mit der Einsatzleitung des DRK in ständiger Verbindung.

Das Bindeglied zwischen der Rettungsdienstleitstelle und den Einsatzkräften vor Ort bildet der vor Ort befindliche DRK Einsatzleitwagen. Hier treffen die moderne digitale Technik und der herkömmliche Analogfunk zusammen.

 

Mit der neuen Funktechnik können Sprache und Daten verlustarm übertragen werden. Der neue TETRA Digitalfunk ähnelt aufgrund seines Aufbaus in Funkzellen dem normalen Handynetz. TETRA steht dabei für TErrestrial Trunked RAdio, was aus dem englischen übersetzt etwa "Erdgebundener Bündelfunk" bedeutet.

Durch die Verteilung aller vorhandenen Kanäle nach Bedarf ist eine deutliche Steigerung der Nutzerzahlen gegenüber dem analogen Funknetz, in dem einzelnen Nutzergruppen feste Kanäle zugewiesen werden, möglich. Ebenso können sich nur registrierte Geräte in das Netz einbuchen, so dass ein Mithören des digitalen Behördenfunks durch Unberechtigte deutlich erschwert wird.

 

Im Gegensatz zum zivilen Mobilfunknetz verfügt das digitale TETRA-Funknetz über zwei Funktionsweisen. Im sogenannten "Trunked Mode" nutzt das Gerät die vorhandene

Netzinfrastruktur in Form von Sendemasten und Netzverwaltungszentren.

Im sogenannten "Direct Mode" kommunizieren die Funkgeräte direkt miteinander, so dass eine Netzinfrastruktur nicht notwendig ist.

 

Da in Paderborn allerdings der Aufbau der Sendemasten noch nicht begonnen hat, wird das Deutsche Rote Kreuz beim Osterlauf lediglich diesen direkten Modus nutzen und testen können. Hierfür wird ein Funkgerät als Vermittlungsstation eingesetzt und die Handfunkgeräte so auch über größere Entfernungen miteinander verbunden.

 

Im Vorfeld des Sanitätswachdienstes werden die DRK Einsatzkräfte durch die Sprechfunkausbilder Thomas Grams und Oliver Kraatz in der neuen Technik geschult.

 

"Die rund 40 eingesetzten Helfer sind so bestens für den Sanitätsdienst beim Paderborner Osterlauf gerüstet. Aber auch für die in den nächsten Jahren anstehende, flächendeckende Einführung des neuen TETRA-Systems im Bereich der Gefahrenabwehr in Paderborn, werden wir durch dieses Pilotprojekt wichtige Erfahrungen sammeln können", so Rotkreuzleiter Markus Amediek. "Alle unsere Helfer sind ehrenamtlich in ihrer Freizeit für das Deutsche Rote Kreuz tätig. Aufgrund ihrer hohen Motivation ist es uns immer wieder möglich, mit modernster Technik zum Wohl unserer Patienten professionell Hilfe zu leisten."

 

 

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23. März 2010 00:00 Uhr. Alter: 8 Jahre