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21.10.2012 Paderborner Unterstützung bei Flüchtlingshilfe

Führungskräfte aus Paderborn seit dem 16.10. in Unna-Massen im Einsatz.

ELW2 im Unna-Massen

DRK Fahrzeuge am Flüchtlingslager

Paderborner Helfer S. Langenhorst im ELW2

Einsatzleitwagen in der Nacht

Ein prozentual deutlich erhöhter Flüchtlingsanstrom in den letzten zwei Wochen machte die Errichtung von Notauffanglager notwendig, so auch in Unna-Massen. Das eigentlich 2009 bereits geschlossene Auffanglager wurde zu diesem Zweck im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg von Deutschen Roten Kreuz am 12.10.2012 wieder übergangsweise in Betrieb genommen und eingerichtet. Lautete der Auftrag Anfangs noch für die Unterbringung von maximal 280 Flüchtlingen zu sorgen, so wurde die Zahl schnell auf 400 erhöht.

Der Auf- und Ausbau sowie der Betrieb wird durch rein ehrenamtlich besetzte DRK-Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes gewährleistet, die jeweils für 38h im Einsatz bleiben. Dank der Vorhaltung der Einsatzabteilung Westfalen ist das DRK jederzeit in der Lage bis zu 1000 Betroffene durch eigene Mittel erstzuversorgen - inklusive Bett.
Dr. Bollermann, seines Zeichens Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg, betonte am Dienstag vor Ort noch einmal die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit bei dieser Aktion. Ohne diese wäre keine so gute und schnelle Versorgung der Betroffenen möglich gewesen.
Die teilweise bis zu 100 Ehrenamtlichen vor Ort werden stabsmässig von der Abteilungsführung des DRK Landesverbandes geführt.
Und genau diese wird durch Paderborner Helfer unterstützt. Paderborn verfügt über Verbandführer mit Stabsausbildung, welche dringend in der Stabsführung vor Ort benötigt wurden und werden. So werden bis Donnerstag unsere Helfer Sebastian Langenhorst und Thomas Grams über 120 Stunden in Unna-Massen ehrenamtlich im Führungsdienst tätig gewesen sein.

Die Aufgabe des 5-köpfigen Stabes vor Ort ist es für Unterbringungsmöglichkeiten, deren Einrichtung und Inbetriebnahme, die Verpflegung sowie die Personalkoordination und -planung - alles jeweils in enger Zusammenarbeit mit den Behörden und zuständigen Stellen - zu sorgen. Daneben gilt es dies alles sorgfältig zu dokumentieren sowie zahlreiche Besuche durch Presse und Bildmedien zu koordinieren.
"Es ist eine sehr verantwortungvolle Position, die ich zwar schon mehrmals in der Ausbildung geübt habe, aber in der Realität bisher noch so nicht erlebt hat - daher ist es auch hochinteressant" so Sebastian Langenhorst, der erst im letzten Jahr seine Stabsausbildung absolviert hat.

Inzwischen steht fest, dass die Unterkunft deutlich länger in Betrieb bleiben soll als zu Anfang geplant, so dass zur Zeit vorallem der geregelte Übergang des Lagers in den Normbetrieb der Kernpunkt der Führungsarbeit ist. Hierdurch soll eine baldige, vorallem aber reibungslose, Übergabe an Hauptamtlich besetzte Stellen erfolgen können.

21. Oktober 2012 19:22 Uhr. Alter: 6 Jahre