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16.11.2013 Taifun „Haiyan“: Rotes Kreuz in Paderborn sammelt Spenden

Paderborner RotKreuzlern treffen auf hohe Spendenbereitschaft in der Bevölkerung.

1. Spendensammler des DRK-Ortsvereins Paderborn, unterstützt von Grace Pascual (hinten links). (Foto: Bernd Wilcke)

Über 11 Millionen Menschen auf den Philippinen sind von den verheerenden Auswirkungen des Taifuns Haiyan betroffen. Den Menschen fehlt es am Nötigsten. Sie brauchen schnellstmöglich Trinkwasser, Nahrungsmittel und medizinische Hilfe. Ein erster gemeinsamer Hilfsflug von THW und Deutschem Rotem Kreuz ist bereits in das von Taifun „Haiyan“ betroffene Gebiet auf den Philippinen gestartet. An Bord sind rund 70 Tonnen Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung, darunter Zelte, Kochsets, Hygieneartikel und Plastikplanen des DRK sowie eine Anlage zur Trinkwasseraufbereitung, ein Labor zur Wasseranalyse und Werkzeug. Doch diese Hilfsgüter reichen bei weitem nicht aus, um die notleidende Bevölkerung ausreichend zu versorgen. Um der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten helfen zu können, bittet das Rote Kreuz weltweit um Spenden für weitere Hilfsflüge.

Der DRK-Ortsverein Paderborn unterstützt regelmäßig mit Sammlungen die Bemühungen des Internationalen Roten Kreuzes im Bereich der Nothilfe in den Katastrophengebieten der Welt. So wurde auch am Samstag von Paderborner Rotkreuz-Helfern kurzfristig eine Straßensammlung in der Innenstadt initiiert, um mit den gesammelten Spenden die Beschaffung lebensnotwendiger Güter für die Taifun-Opfer zu unterstützen.
Viele Bürger blieben spontan stehen als sie die Rotkreuzler und ihre Plakate sahen, die noch in der Nacht zum Samstag fertig gestellt worden waren. Es bildeten sich immer wieder Menschengruppen um die Sammler mit ihren signalfarbenen roten Jacken und dem großen Roten Kreuz auf dem Rücken. Viele
Bürger ließen sich über die Hilfsmaßnahmen des Roten Kreuzes auf den Philippinen informieren und spendeten insgesamt 2000 Euro.

Unterstützt wurden die 10 Helfer des DRK-Ortsvereins Paderborn und der Jugendrotkreuz-Gruppen aus Paderborn von Grace Pascual, die
selbst auf den Philippinen geboren wurde und sich in Paderborn für die notleidenden Menschen in ihrer Heimat einsetzt.
Neben der erfreulichen, in Euro ausgedrückten Unterstützung beeindruckte die DRK-Sammler die in vielen Gesprächen spürbare
Betroffenheit der Paderborner Bürger und die Bereitschaft, unglücklichen und verzweifelten Menschen außerhalb des eigenen
Horizonts Hilfe zuteil werden zu lassen.

„Die Bilder von den Philippinen zeigen verheerende Zerstörungen und menschliche Tragödien in einem dramatischen Ausmaß. Den Menschen fehlt es am Nötigsten. Sie sind dringend auf Hilfe angewiesen“, sagt DRK-Präsident Rudolf Seiters.

Das Rote Kreuz in Paderborn bittet nach dem großen Erfolg der Spendensammler weiterhin um finanzielle Unterstützung der Aktivitäten auf den Philippinen. Spenden für die Arbeit im Katastrophengebiet werden unter dem
Stichwort „Spende Taifunhilfe Philippinen“ auf das
Konto 2078533 bei der Sparkasse Paderborn-Detmold (BLZ 476 501 30)
entgegengenommen. Die Überweisung gilt zugleich als Spendenbescheinigung und kann steuerlich abgesetzt werden.

Sachspenden können leider nicht angenommen werden.

Hintergrundinformationen:
Das Deutsche Rote Kreuz hilft auf den Philippinen gemeinsam mit dem Internationalen Roten Kreuz. Die eingeflogenen Helfer haben eine entsprechende berufliche Qualifikation und eine besondere Schulung des Roten Kreuzes, um im Katastrophengebiet, zusammen mit den einheimischen Rotkreuz-Helfern eingesetzt zu werden. Gerade die weltweit umgesetzte Rotkreuzidee mit den vielfältigen internationalen Verzahnungen und einheimischen Helfern in jeder Region dieser Erde bedingt die besondere Stärke und Effizienz der Rotkreuzhilfe. Die Basisarbeit wird beim Schadensereignis umgehend von einheimischen Rotkreuz-Kräften geleistet, die allerdings alle erforderliche Unterstützung erfahren, die auf internationaler Basis möglich und nötig ist.

In den kommenden Tagen wird das DRK mit einem weiteren Hilfsflug alle benötigten Gegenstände, die für den Aufbau eines Koordinationszentrums in dem Katastrophengebiet erforderlich sind, entsenden. So können die vor Ort tätigen Freiwilligen des Roten Kreuzes bestmöglich unterstützt werden. Zudem werden weitere Hilfsgüter wie Küchensets, Moskitonetze und Materialien für Notunterkünfte aus einem Logistiklager in Kuala Lumpur in die Katastrophenregion geschafft.
In einem weiteren Schritt wird das DRK die medizinische Notversorgung der Opfer von „Haiyan“ sowohl mit Material als auch mit medizinischem Personal unterstützen. Die Gesamtsumme dieser vom DRK auf den Weg gebrachten Hilfsleistungen beläuft sich auf rund drei Millionen Euro, davon wurde eine halbe Million Euro vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellt.

20. November 2013 19:20 Uhr. Alter: 5 Jahre